
Magnatune ist ja durch sein individuelles Preismodell bekannt. Käufer können dort selbst entscheiden, wieviel sie für ein Album bezahlen. Geklaut wurde dieses Modell auch schon von einer Mainstreamband namens Radiohead. Jetzt macht eine Künstlerin aus dem Bereich Electronica und Ambient mit dieser Strategie Schlagzeilen. Nicht, weil sie wie Radiohead einfach das Modell übernimmt, sondern weil sie ihr neustes Werk exklusiv über Magnatune vertreibt und das ohne Einschränkungen. Die Künstlerin, die hier gemeint ist heißt Kirsty Hawkshaw. Wer sie von euch nicht kennt: Sie hat unter anderem schon mit Künstlern wie DJ Tiesto zusammengearbeitet. In England zählt sie längst zu den bekanntesten Electronicakünstlerinnen. Gewinner des Deals mit dem Netlabel dürften dabei beide sein. Kirsty Hawkshaw dürfte mit diesem Schritt ein größeres und internationaleres Publikum, vor allem in den USA ansprechen und da Magnatune ja ursprünglich aus den USA stammt auch einen großen Stamm US Hörer auf sich vereinen. Magnatune dürfte damit enorm an Publicity gewinnen. Bereits jetzt setzt das Netlabel mehrere Millionen Dollar jedes Jahr um. Dank Kirsty Hawkshaw dürfte der Umsatz enorm steigen. Bereits jetzt führt die Künstlerin die Liste der am meisten verkauften Alben bei Magnatune an. Weiterhin zeigt sich durch den Deal, dass der Trend weg von Majors hin zu Independent in der Musikszene weiter anhält. Immer mehr Künstler veröffentlichen auf diese Art und Weise ihre Alben im Internet. Die Majors erweisen sich währenddessen weiterhin als nicht Internetaffin genug, um dem Trend der Zeit weiter zu folgen. Stattdessen hoffen sie darauf, dass die CD irgendwann ihr Comeback feiert. Das dürfte allerdings niemals passieren.
Fazit: Großer Deal, gute Promotion! Auch für das Podcasting.