[Trigami-Review]Die
deutsche Musikszene ist in den letzten Jahren wieder etwas größer
geworden. Mehr als je zuvor hören wir im Radio deutsche Texte, deutsche
Musik. Leider hat sich auch zunehmend ein gewisser Einheitsbrei
eingeschlichen, speziell was Bands wie Juli und Silbermond betrifft.
Weg sind oft die Genialität in Text und Musik. Das zweite und auch das
dritte Album hören sich immer noch an, wie das Erste. Wie gut, dass
Musiker mit Tradition zurück ins Musikbusiness finden. Einer von ihnen
ist Wolfgang Michels. Er war unter anderem schon in den BBC Charts auf
Platz 2 und sorgte auch sonst schon für die eine oder andere
Überraschung im Musikmarkt. Die Musik seines neuen Albums könnte man im
Zeitalter der genannten Bands auch schon als eine Weiterentwicklung
deutscher Musik bezeichnet. Weg von einer einzelnen Stimme, die den
Refrain oder die Melodie des Titels singt, hin zu beispielsweise einem
Chor, wie in dem Lied Fernweh. Die Arrangements sind durchaus
einfallsreich und auch die ein oder andere Melodie geht schnell ins
Ohr. Doch charttauglichen Pop ist nicht unbedingt das Ziel, was Michels
verfolgt. Für ihn sind gleichzeitig die Texte wichtig. Und die zeigen
durchaus ein ziemlich genaues Bild von Michels Meinung. Von Wüsten aus
Silikon und auch der Liebe des Lebens singt er und das bei einem
unheimlich vielseitigem Klang. So verwendet er nicht nur Rockelemente,
sondern auch Salsa ist bei ihm auf der CD Zuhause wiederzufinden. Lob
bekommt er dabei nicht nur von mir, sondern auch der berühmte und
wiedergekommene Künstler Udo Lindenberg hat schon von den Künsten
Michels gehört und nennt sein Album eine “Hammerscheibe”. Damit dürfte
zu dieser CD eigentlich alles gesagt sein. Es ist eine Hammerscheibe,
die eigentlich in keinem CD Schrank fehlen darf. In Zeiten von
Schnuffel würde den Charts sowas auch gut tun.
Fazit: So gefällt uns deutsche Musik. Einfallsreiche Arrangements,
die durchgängig gut hörbar sind. Gute Texte, die auch was aussagen.
Sowas vermisst Deutschland im Mainstream seit langem.
Hier gibt es die Website des Künstlers: http://www.wolfgang-michels.de/